Einsatzhärten

Das Einsatzhärten ist ein thermochemisches Wärmebehandlungsverfahren, mit dem die mechanischen Eigenschaften von Stahl gezielt verbessert werden. Gemäß DIN EN 10052 umfasst es das Aufkohlen oder Carbonitrieren sowie das anschließende Härten. Dabei wird die Randzone kohlenstoffarmer, ursprünglich nicht härtbarer Stähle (C < 0,25 %) mit Kohlenstoff angereichert. Das Ergebnis ist eine harte, verschleißbeständige Oberfläche, während der Kern des Bauteils zäh und duktil bleibt.

Der letzte Schritt ist das Anlassen, üblicherweise über 150 °C, bevorzugt ab 180 °C. Dadurch sinkt die Rissgefahr, innere Spannungen werden abgebaut und der Martensit scheidet etwas Kohlenstoff aus, was die Härte moderat reduziert.

Durch diese Kombination entsteht ein belastbares Bauteil, perfekt für Zahnräder, Wellen, Bolzen und andere hochbeanspruchte Komponenten.